Köstlichkeiten von Schorsch
Alle Kommentare
Claus Aller: Ja, darauf hat mein Freund Kanzleirat i.R. Heinz Krejci in seinem sehr informativen Buch: "Expedition in die Kulturgeschichte des Abwassers" ausführlichst hingewiesen.
Jemand erzählte mir, dass da wo jetzt der Wienkanal ist, früher die römische Bestattungsstraße verlief. Daß rechts und links des Wienflusses römische Grabmäler lagen.
Ich denke daran, dass nach griechischrömischer Tradition die Leichname eine Münze als Obulus an den Fährmann im Mund hatten.
Und ich denke an Trevors Roman ‚Das Licht des Fährmanns’, in welchem einer der Hauptschauplätze der Wienfluss ist und - das Auffinden des Fährmannes.
Und der Obulus erinnert mich auch an einen großen Sohn dieser Stadt: Bei Freud geht es unter anderem um einen Assoziation von Kot und Geld, darum Kot und Geld zurückzuhalten, was machterhaltend wirken soll.
Anale Phase: Reizerhöhung durch Zurückhaltung = Geld = Geiz = Macht.
Und ich assoziiere weiter: Gibt es in dieser Stadt eine besondere Verbindung zu Kot / Macht / Geld?
Irgendwie fällt mir die obsessive Hundstrümmerldebatte ein. Herrchens Reviermarkierungen.
16.09.2009, 15:58
Kommentieren